Jesus, sollte es ihn tatsächlich gegeben haben, war ein Idealist, der sich wohl leidenschaftlich gegen die damals herrschenden Zustände einsetzte. Da er seine Meinung oft sehr pointiert zum Ausdruck brachte, weckte er bei vielen Zeitgenossen Hoffnungen, die im sagenhaften Einzug in Jerusalem ihren Höhepunkt fanden. Von da an gings bergab.
Ich selbst kann ihn weder als Gottes Sohn noch als Erlöser betrachten. Er hatte damals seine Berechtigung, wie etwa auch eine Johanna von Orleans ihre Berechtigung hatte.
Die Religion, die in seinem Namen gegründet wurde, hat meiner Meinung nach nichts mit seinem Leben und Wollen zu tun.
Im Übrigen bin ich der Überzeugung, daß bis zum heutigen Tage JEDE monotheistische Religion der Menschheit nur Unglück und Leiden brachte.
Jeder Mensch ist eingeladen, "auf Christus zu schauen": Was hat er mir und unserer Gesellschaft zu sagen?